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VICON - Virtual User Concept for Inclusive Design of Consumer Products And User Interfaces

Die nutzergerechte Gestaltung von Geräten des täglichen Gebrauchs wie Waschmaschinen oder Telefone kann einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität und Autonomie von Menschen mit (altersbedingten) motorischen oder sensorischen Beeinträchtigungen leisten. Leider werden die Bedürfnisse älterer oder motorisch beeinträchtigter Menschen bei der Gestaltung z.B. von Displays und Bedienknöpfen noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Ein Grund dafür ist darin zu sehen, dass es für Gerätehersteller schwierig ist, ein fundiertes Wissen über die vielfältigen Designanforderungen zu erlangen oder gar Nutzertests durchzuführen. Deshalb werden in VICON Softwarewerkzeuge entwickelt, die auf virtuellen Modellen für unterschiedliche Nutzertypen beruhen, deren spezifische Bedürfnisse durch repräsentative empirische Studien ermittelt wurden. Die Software soll Hersteller gezielt in den verschiedenen Phasen der Produktentwicklung unterstützen:

  • In der ersten Konzeptionsphase können DesignerInnen Empfehlungen abrufen etwa zu Tastengröße und -abstand eines Mobiltelefons für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik oder zu geeigneten Farbkombinationen bei Displays für NutzerInnen mit altersbedingten Seheinschränkungen.
  • In späteren Umsetzungsphasen kann auch ein Simulationswerkzeug eingesetzt werden, mit dem Produktprototypen durch virtuelle Nutzungstests auf Barrierefreiheit hin überprüft werden. Dabei interagieren Avatare, als virtuelle Stellvertreter für unterschiedliche NutzerInnen, mit den ebenfalls virtuellen Produktprototypen. Aus den Interaktionen werden Barrieren in der Benutzbarkeit ermittelt und Vorschläge für Designanpassungen gemacht, die z.B. die Verwendung größerer Kontraste oder drucksensibler Bedienelemente betreffen.

VICON wird von der Europäischen Kommission im ICT-Programm des 7. Rahmenprogramms gefördert (248294). Die Projektlaufzeit ist: 01.01.2010 bis 30.08.2012

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